Auch Amt als stellvertretender FDP-Vorsitzender wird aufgegeben.
Der Kreisvorsitzende der Jungen Liberalen und stellvertretende Vorsitzende der FDP Karlsruhe, Robert Gänger (24), kündigt überraschend an, nach seiner laufenden Amtszeit im kommenden Jahr nicht erneut für eine Vorstandstätigkeit kandidieren zu wollen und seine Parteimitgliedschaften aufzugeben.
"Mein Weg bei den Jungen Liberalen und der FDP endet im Frühjahr 2013", erklärt Gänger. Für die Jungen Liberalen in Karlsruhe ist der Schritt ihres Vorsitzenden nur allzu verständlich. "Für uns ist es wenig überraschend, dass Robert uns verlassen wird. Er hat allen Grund dazu, denn die FDP zeigt wenig Reformwille und setzt nicht auf junge Talente und Potentiale innerhalb ihres Kreisverbandes. Wir wünschen unserem Vorsitzenden alles Gute und hoffen, dass er der lokalen Politik trotzdem erhalten bleibt", so Tolga Duman, Basismitglied der Jungen Liberalen und Mitglied der Karlsruher FDP.
Gänger selbst verweist auf eine erfolgreiche Arbeit innerhalb seines Verbandes und dankt seinem Vorstand und seinen aktiven Mitgliedern schon jetzt für das tolle Engagement in den letzten Jahren seit Beginn seiner Tätigkeit im Jahr 2008.
"Ich verlasse die FDP und die Jungen Liberalen nicht aus Unmut über die liberale Politik. Insbesondere die Jungen Liberalen können ja nichts für Fehlentscheidungen innerhalb der bundespolitischen Regierungsarbeit. Meine Wertevorstellungen sind mit denen der Liberalen ganz einfach nicht mehr deckungsgleich. Wahrscheinlich waren sie es auch nie gänzlich. Mir fehlt unter anderem eine Besinnung auf christliche Werte. Auch ist gerade die Haltung der FDP gegenüber Religionen ohnehin nicht besonders gut. Ihr fehlt der Respekt davor. Dennoch wünsche ich der FDP Erfolg für ihre Zukunft. Sie wird es in den nächsten Jahren sicherlich nicht einfach haben und eine liberale Kraft sollte es auch weiterhin in bundespolitischer Verantwortung geben", erläutert Gänger seine Entscheidung.
Die letzte und wohl wichtigste Aufgabe des Vorstandes um den Vorsitzenden Gänger wird nichtsdestotrotz die aktive Gestaltung der Zukunft der Stadt Karlsruhe sein. Die Jungen Liberalen erklären geschlossen: "Wir kämpfen für einen Oberbürgermeister Ingo Wellenreuther." Neben seinem politischen Sachverstand schlägt auch sein Herz für Karlsruhe, meinen die JuLis. "Kein Lokalpolitiker kennt die Stadt, die Menschen vor Ort und ihre Probleme besser als Ingo Wellenreuther", so Gänger abschließend.
Für die JuLis stellt sich jetzt nunmehr die Frage, ob es der Karlsruher FDP an Nachwuchs mangelt. Schließlich habe auch der allseits beliebte Christian Klinger (41), ehemaliger Vorsitzender der FDP Karlsruhe und des Stadtjugendausschusses e. V. selbst auch seine Parteimitgliedschaft bei der FDP im Jahr 2011 aufgegeben. Das allerdings unter wenig glücklichen Umständen. Er war das einzige Bindeglied zwischen der alten und der jungen Generation. "Wo bleibt unser Nachwuchs in Karlsruhe? Ist die FDP vor Ort in einer Generationenkrise?", fragt sich Tolga Duman.
"Junge, liberale Denker verlassen die Partei und ihre Jugendorganisation, weil sie ihre Werte nicht mehr durch die FDP repräsentiert wähnen. Ich kann nur hoffen, dass die FDP die Vorkommnisse wahrnimmt. Das ist mehr als ein Warnschuss," erklärt der stellvertretende Kreisvorsitzende der Jungen Liberalen, Dominik Lorenz, und verweist auf Aussagen erster JuLi- und FDP-Mitglieder, die bereits vorab angekündigt haben mit dem Ausscheiden Gängers ebenfalls ihre Partei-Mitgliedschaften aufgeben zu wollen.
Die Jungen Liberalen sind die Jugendorganisation der FDP und existieren seit Beginn der 80er Jahre. Die deutschlandweit etwa 10.000 Mitglieder sind zwischen 14 und 35 Jahren alt und wehren sich gegen die schleichenden Bedrohungen durch Umweltverschmutzung, Staatsschulden und bevormundende Bürokratie.
Bei Fragen stehen zur Verfügung:
Christian Mandery, Pressesprecher: 0178 1332436 und
Robert Gänger, Kreisvorsitzender: 0178 6186157
Kreisverband der Jungen Liberalen (JuLis) Karlsruhe
Blücherstr. 32
76185 Karlsruhe



